oder: Man soll ein Buch nicht nach dem Cover beurteilen? Teil 2

 

Als aufmerksame Leser meiner Homepage/meines Blogs ist Euch ja sicherlich aufgefallen, dass sich bei den Covern zur »Nighthunter« Serie etwas geändert hat, oder?

Die grundsätzlichen Überlegungen zu den Titelbildern habe ich ja schon an anderer Stelle geäußert.

Meine ursprüngliche Idee bestand darin, im oberen Teil der Cover immer einen (anderen) Protagonisten (später vielleicht auch Antagonisten) zu haben. Ich hatte von Anfang an den Plan, noch mehr Figuren (nicht nur Louis und Geistwolf) als Protagonisten zu etablieren.

Ohne zu viel zu verraten, kann ich bereits jetzt sagen, dass in Band 4 »Die Posaunen von Jericho« der Pinkerton-Agent Horace Whittmore ein größere Rolle einnehmen wird. (Das er eine wichtige Figur ist, wisst Ihr als treue – also von Band 1 an lesende – Leser ja bereits.)

Hier war tatsächlich das Problem, ein Stockfoto zu finden, dass auch nur annähernd einen Typen zeigt, der meiner Vorstellung von einem ca. fünfzigjährigen, elegant gekleideten, erfahrenen Agenten im Wilden Westen nahe kommt. Es gab mal ein Bild mit einem Kerl, der einen schönen gestutzten Bart und sogar eine Melone trug. Doch selbst nach Bearbeitung durch meine Designerin, sah er immer noch wie ein zwanzigjähriger Hipster, der in Berlin eine Coffeebar betreibt, aus.

Also absolut unpassend. (Dabei fällt mir grad auf, bei den meisten Stockfotos habe ich eh das Gefühl, dass die nur für »Romance« und »Chiclit« Cover/Illus gedacht sind.)

Darum entschied ich mich zu dem damaligen Zeitpunkt, (ja es ist eine Weile her, da ich mir die Cover oft schon anfertigen lasse, während ich gerade mal mit dem Schreiben begonnen habe. Das motiviert mich extrem!) abwechselnd Louis und Geistwolf auf die Titelbilder zu bringen. Bis Band 4 waren die dann auch schon lange fertig und auf der Homepage sichtbar. Was auch damit zu tun hatte, dass ich Vertrauen beim Leser schaffen wollte, dass es mit der Serie auch nach dem ersten Teil weitergeht und zwar nicht erst in drei Jahren oder so.

Während ich »Die Posaunen von Jericho« schrieb, wurde allerdings deutlich, dass das fertige Cover einfach zu wenig »apokalyptisch« aussah. Also fragte ich an, ob die Designerin nicht was anderes machen könnte.

Und in den gleichen Überlegungen kam mir der Gedanke, dass es irgendwie doch doof ist, auf den Covern weiterhin abwechselnd Louis und Geistwolf drauf zu haben. Es schien mir, als könne dadurch der Eindruck beim Leser, also bei Euch, entstehen, dass jeweils der auf dem Titelbild abgebildete, dann irgendwie wichtiger ist als der andere.

Darum bat ich, den oberen Teil doch dahingehend zu ändern, dass beide drauf sind.

Die Reihe heißt ja auch „Nighthunter“ und selbst wenn es für dieses Wort im englischen keinen Plural gibt, spätestens mit Band 2 weiß der Leser: Es sind (mindestens) zwei.

Als Beispiel für die „neue“ Version dienten die Cover der »Three Oaks« Serie aus dem Basteiverlag.

Als es vollbracht war, bat ich darum, alle Titelbilder dahingehend zu ändern, das oben immer beide Protagonisten drauf sind. Ich dachte irgendwie sei es für die Reihe wichtig, dass sie als solche erkennbar war. Ähnlich bei »Three Oaks« wo sich ebenfalls nur der untere Teil der Einzelcover ändert.

Bis zu diesem Punkt hatte die Designerin »nur« das Cover von Band 3 und 4 geändert. In meinem Bildbetrachtungsprogramm werden die nebeneinander chronologisch dargestellt und als ich sie zufällig so sah, da dachte ich: Gar nicht mal so schlecht.

Ich fragte die Designerin nach ihrer Meinung und sie sagte, sie würde es tatsächlich so lassen. Man erkenne die Protagonisten auf Band 1 und 2 ja besser, der Leser könne sich also eher mit ihnen vertraut machen und ab Band 3, lassen wir sie dann zusammen drauf.

Gesagt, getan!

Aus diesem Grunde:

Liebe Leser, dies sind die bisher vollendeten Cover von Band 1 – 4. Dank der großartigen Giusy Ame von Magicalcover.de.

Wie findet Ihr sie?

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