Du willst jeden Tag eine E-Mail von mir haben, in der ich Dich auffordere, meine Bücher zu kaufen?

»Ja« oder »Nein«?

Ich will ehrlich sein. Natürlich ist ein Newsletter in erster Linie ein Marketinginstrument für denjenigen, der ihn verschickt.

Im Marketingsprech heißt das »Kundenbindung« oder überhaupt »Stammkundengenerierung.«.

Auch ich als Autor bin natürlich solchen Sachen unterworfen und habe ein großes Interesse daran, ständig neue Kunden »zu generieren« und die bisherigen »bei der Stange zu halten.«.

Nun habe ich mich zunächst für das einfachste und (in meinen Augen) schlüssigste Mittel entschieden.

Ich schreibe eine Serie.

Da ich natürlich davon ausgehe, dass diese viele Leser finden wird und jeder, der damit mal angefangen hat, wird schon selbst alles dafür tun, dass er dran bleibt. Im Gegensatz also, zu der Veröffentlichung von Einzelwerken, muss ich bei der Serie z.B. kein Geld mehr für die Werbung bei jedem Erscheinen ausgeben, da die Leser ja sowieso dem Release des nächsten Bandes entgegen fiebern, sich alle Daten im Kalender rot markiert haben …

Nee. Dem ist wohl nicht so, oder? In der Flut an neuen Büchern, die so tagtäglich erscheinen, gehen manchmal sogar der Lieblingsautor und die Lieblingsreihe irgendwie unter und eh man sich’s versieht, hat man zehn Bände verpasst. Für den Autor ist das ziemlich doof.

Also mache ich eben auch einen Newsletter.

Jetzt komme ich zur Ausgangsfrage zurück. Ich bin ja nicht nur Autor, sondern (und das wahrscheinlich sogar noch viel mehr), Leser. Kunde. Und ja ich kenne genau diese Newsletter, in die man eingetragen wurde, ob man wollte oder nicht. Die mit schönster Regelmäßigkeit einmal am Tag im E-Mail-Account landen und einen regelrecht anschreien:

»Kauf mich! Kauf mich jetzt! Sofort! Nur heute besonders günstig und geil!«

Tja.

Das war’s dann. Mit mehr Mühen, als ich je für das Kaufen irgendwelcher Sachen im Internet je betreiben würde, habe ich mich aus ALLEN Newslettern ausgetragen/austragen lassen. Sogar bei Anbietern, bei denen ich weiterhin gerne und oft einkaufe. Auch ohne Newsletter. (Gibt da z. B. einen ziemlich guten Versand für spanische Weine. Da ich aber keine Provision kriege, verrate ich den nicht.)

Also versuche ich jetzt mal, aus Lesersicht zu erzählen, warum es sich durchaus lohnen kann, den Newsletter eines Autors zu abonnieren. Konkret natürlich meinen, weil über das, was die Kollegen_Innen so treiben, bin ich nicht informiert. Dazu müsste ich nämlich deren Newsletter abonnieren.

Als Leser mag ich es durchaus, gerade bei einer Serie, wenn ich in diese noch tiefer eintauchen kann. (Ich schaue z.B. auch immer gerne bei Filmen auf den DVDs/Blu-rays die »Making Ofs«, da ich nicht finde, dass diese einem Film den Zauber nehmen.)

Ich bin als Leser durchaus daran interessiert, etwas mehr zu erfahren. Wie entstand eigentlich die eine oder andere Figur. Wie war eigentlich die Handlung der Geschichte zunächst gedacht und warum ist die jetzt anders? Wie läuft das überhaupt so mit dem Schreiben? Sitzt der Kerl da wirklich mit Zigaretten und Rotwein die halbe Nacht rum und wartet, dass ihn die Muse küsst? Wie kommt der sonst auf so verrückte Ideen? Liest der eigentlich auch so Kram, wie er schreibt?

Tja, diese und viele andere Fragen, die ihr euch noch gar nicht gestellt habt, beantworte ich in meinen Newslettern. Und ich schwöre Euch, ich werde Euch keine E-Mail schicken, in der steht: »Kauft mein Buch!«

Weil ich davon ausgehe, dass ihr es nämlich eh schon getan habt und deswegen überhaupt wisst, dass ich einen Newsletter verschicke. Oder ist da draußen echt jemand, der zufällig auf meine Webseite gestoßen ist und gleich mal als erstes sich im Newsletter angemeldet hat? Wohl kaum, oder?

Also. Wenn du die Ausgangsfrage ganz oben mit »Nein« beantwortet hast, dann trag dich ein.

Neben den Hintergrundinfos zu meiner Arbeit als Autor und meinen Geschichten gibt es in den ersten beiden Monaten ein wöchentliches Rätsel, an dessen Ende Dich ein Gewinn erwartet.
Anschließend erreicht dich mein Newsletter monatlich.

© Anton Serkalow

Hast du sie mit »Ja« beantwortet, kann ich dir gerne ganz viele Gruppen auf Facebook empfehlen, in denen Autoren jeden Tag, wirklich JEDEN Tag, mehr als einmal posten, dass ihr neues Buch erschienen ist und auf Käufer wartet. Weil es das beste Buch aller Zeiten ist und überhaupt …
Dich will ich dann wirklich nicht mit meinem Gelaber nerven, darüber wie es so ist, ein Geschichtenerzähler, ein Schreiberling zu sein.

In diesem Sinne
Bis bald
Anton Serkalow

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